Tansanias Toleranz gegenüber schlagenden Lehrern.

Laut einer im Mbinga-Distrikt (Ruvuma-Region) durchgeführten Untersuchung ist die körperliche Züchtigung in Primar- und Sekundarschulen eine der Hauptursachen für schlechte Leistungen der Schüler und Schülerinnen. In manchen Schulen besteht die Strafe für Zuspätkommen oder für schlechtes Abschneiden bei einer Prüfung aus sechs bis acht Stockschlägen. In einem Gesetz von 1979 wurde die körperliche Züchtigung in Schulen für rechtens erklärt, doch die Zahl der Stockschläge von sechs auf vier reduziert; außerdem ist es nur den Leitern der Schulen erlaubt, sie zu vollziehen. Schüler berichteten, bisweilen würden sie geschlagen, wenn sie bei bestimmten Themen eine Erklärung fordern. Ein Schüler berichtete, vor allem in den Klassen vier und sieben gebe es körperliche Züchtigung, um die Schüler zur Konzentration auf das Lernen zu zwingen. (Guardian 2.10.09)

Bei einem Treffen von Eltern, Geistlichen, Lehrkräften, Schülern und dem schwedischen Botschafter erhielt die Kampagne gegen körperliche Züchtigung in den Schulen Sansibars Auftrieb. Viele äußerten, es beunruhige sie, dass es in den Schulen weiterhin körperliche Züchtigung gibt. Das Bildungsministerium müsse über die negativen Auswirkungen der Prügelstrafe informieren, damit sie abgeschafft werden könne. Die Lehrkräfte betonten, es sei höchste Zeit, die körperliche Züchtigung abzuschaffen. Der Erziehungsminister sagte, die Lehrkräfte sollten alternative Methoden der Bestrafung finden. Wer sich unbotmäßig verhält, könne beispielsweise zum Saubermachen verurteilt werden. (DN 26.1.10) (Quelle tansania-information.de)

 

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